Nachweis über den Zusammenhang zwischen Enterprise Multiple und durchschnittlicher Aktienrendite

Tim Loughran, Professor für Finanzen an der Universität Notre Dame, und Jay W. Wellman, Gastprofessor für Finanzwissenschaften an der Cornell University, weisen in ihrem wissenschaftlichen Artikel von 2009 „New Evidence on the Relation Between the Enterprise Multiple and Average Stock Returns„ auf gravierende Schwachstellen des bekannteren Kurs-Buchwert-Verhältnisses hin und argumentieren, dass der Enterprise Multiple (Enterprise Value / EBITDA ) die bessere Kennzahl zur Bewertung von Aktienunternehmen ist.

Practitioners increasingly use the enterprise multiple as a valuation measure. The enterprise multiple is (equity value debt preferred stock – cash)/ (EBITDA). We document that the enterprise multiple is a strong determinant of stock returns.

Following Fama and French (1993) and Chen, Novy-Marx, and Zhang (2010), we create an enterprise multiple factor that generates a return premium of 5.28% per year. We interpret the enterprise multiple as a proxy for the discount rate.

Firms with low enterprise multiple values appear to have higher discount rates and higher subsequent stock returns than firms with high enterprise multiple values.

Laut Loughran und Wellman ist die “Value-Prämie” beim Enterprise Multiple gegenüber dem Kurs-Buchwert deutlich höher. Die Value-Prämie ist die Differenz der Renditen eines Portfolios von Glamour-Aktien (d. h. des teuersten Dezils) im Vergleich zu einem Portfolio von Value-Aktien (d. h. dem billigsten Dezil), das in einem bestimmten Preisverhältnis (in diesem Fall dem Enterprise Multiple oder dem Kurst-Buchwert) steht. Sie zeigen, dass für den Untersuchungszeitraum Aktienunternehmen mit niedrigem Enterprise Multiple eine deutlich bessere Kursperformance erzielt haben als Aktienunternehmen mit hohem Enterprise Multiple.

Sie schlussfolgern, dass im Vergleich zu anderen Kennzahlen der Enterprise Multiple besser darin ist, günstig bewertete Aktienunternehmen zu identifizieren und es eine starke Korrelation zwischen Enterprise Multiple und Aktienrenditen eines Portfolios erkennbar ist. In Anlehnung an den Untersuchungen von Fama und French (1993) und Chen, Novy-Marx, und Zhang (2010), erzielen Loughran und Wellman mit ihrem Backtest, basierend auf den Enterprise Multiple, eine Value-Prämie von durchschnittlich 5,3% pro Jahr.

Zudem wird anhand der Untersuchung deutlich, dass ein gleichgewichtetes Portfolio (equally-weighted) eine höhere Value-Prämie erzielt als ein Portfolio, das nach der Bewertung gewichtet ist (value-weighted).

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